Manche Menschen kennen Amsterdam über Straßennamen. Casper Klap kennt die Stadt über Mieter, Eigentümer, Empfangsdamen und Kaffeemaschinen. Zeigt man ihm ein beliebiges Gebäude auf der Zuidas, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er den Rezeptionisten, den Facility Manager und mindestens drei Mieter beim Vornamen kennt. RE-SEARCH-Direktor Colin Westerneng kann das bestätigen – er und Casper begegnen sich seit Jahren in der Amsterdamer Gewerbewelt, auf Netzwerkveranstaltungen, in Besprechungsräumen und gelegentlich an der Kaffeetheke irgendwo zwischen Zuidas und Schiphol. Zeit also, sich mal in Ruhe zusammenzusetzen und zu reden.
Wer ist Casper Klap?
Casper Klap ist seit 2008 ein bekanntes Gesicht auf dem Amsterdamer Büromarkt. Was er in dieser Zeit aufgebaut hat, lässt sich nicht auf eine Stellenbeschreibung reduzieren. Er ist Leasing Manager – aber vor allem ein Mensch, der Gebäude zum Leben erweckt. Sein LinkedIn-Netzwerk wirkt bisweilen größer als die Einwohnerzahl einer durchschnittlichen niederländischen Gemeinde, und er kennt wahrscheinlich mehr Rezeptionistinnen als so mancher HR-Direktor in seinem gesamten Berufsleben.
Colin: Casper, ich sage das nicht um zu schmeicheln – du bist schlicht einer der besten Vernetzter, die ich kenne. Was treibt dich nach all den Jahren noch an?
Casper: Ich glaube, ich bin einfach grundsätzlich neugierig auf Menschen. Ich interessiere mich wirklich dafür, was ein Unternehmen antreibt, was der Geschäftsführer nachts wachhält und was eine Belegschaft morgens ins Büro motiviert. Wenn du das verstehst, kannst du viel besser vermitteln – nicht nur Quadratmeter, sondern eine Umgebung, die wirklich passt.
Er ist immer erreichbar, immer in Bewegung, immer damit beschäftigt, die richtigen Menschen miteinander zu verbinden. Nicht als Strategie, sondern als Haltung.
Von der Zuidas zur Westas: ein neuer Mittelpunkt?
Jahrelang war Casper Klap ein festes Gesicht auf der Zuidas – Amsterdams bekanntestem Bürostadtteil, Heimat von Anwaltskanzleien, Finanzinstitutionen und internationalen Konzernzentralen. Seit 2025 bringt er seine Erfahrung in eine neue Richtung: das World Fashion Centre Amsterdam auf der Westas. Die zentrale Frage liegt auf der Hand.
Colin: Ist die Westas vielleicht die neue Zuidas?
Casper: (lacht) Die Zuidas wird immer die Zuidas bleiben – das ist ein Markenname, der für sich steht. Aber die Westas hat etwas, das sie für eine bestimmte Unternehmensgeneration gerade unglaublich attraktiv macht. Die Erreichbarkeit ist ausgezeichnet: Schiphol ist in wenigen Minuten erreichbar, die Ringautobahn A10 liegt direkt vor der Tür, und der öffentliche Nahverkehr funktioniert bestens. Dazu kommt ein Preisniveau, das im Vergleich zur Zuidas deutlich zugänglicher ist – und das zieht genau die Unternehmen an, die ich besonders interessant finde: Kreativwirtschaft, Scale-ups, internationale Firmen mit einem frischen Blick auf ihr Arbeitsumfeld.
Wer sich nach einer Bürofläche zur Miete in Amsterdam außerhalb der klassischen Hochpreiszonen umschaut, findet auf der Westas zunehmend erstklassige Alternativen – mit modernen Flächen, besserem Preis-Leistungs-Verhältnis und einer Gemeinschaft, die tatsächlich gelebt wird.
Das World Fashion Centre: Geschichte und Transformation
Das World Fashion Centre Amsterdam wurde einst als internationales Modezentrum konzipiert – ein Ort, an dem die Modebranche zusammenkam, Kollektionen präsentierte und Deals abschloss. Das ikonische Gebäude am Europaplein war jahrzehntelang ein Treffpunkt der textilen Welt. Doch Städte verändern sich, und kluge Immobilienentwickler verändern sich mit ihnen.
Casper: Das WFC ist heute viel mehr als ein Modezentrum. Es ist ein echter urbaner Campus geworden – mit Büros, Gastronomie, Event-Räumen, einer aktiven Community und einer Vielfalt an Unternehmen, die dieses Gebäude mit Leben füllen. Die Transformation ist nicht abgeschlossen, aber genau das macht es spannend.
Besonders hervorzuheben ist Enter Workspace, das flexible Bürokonzept innerhalb des WFC. Hier treffen moderne Arbeitsplätze auf ein echtes Hospitality-Konzept: inspirierende Arbeitsbereiche, Community-Events und eine Atmosphäre, die weit über das klassische Coworking-Angebot hinausgeht.
Colin: Enter Workspace ist eigentlich ein perfektes Beispiel dafür, was heute von einem Bürogebäude erwartet wird.
Casper: Absolut. Menschen wollen nicht einfach einen Schreibtisch mieten. Sie wollen eine Umgebung, in der Ideen entstehen, Kontakte geknüpft werden und man morgens tatsächlich hinwill. Das ist der Unterschied zwischen einem Bürogebäude und einem Ort, an dem etwas passiert.
100.000 m² heute, 180.000 m² morgen
Caspers kommerzielle Verantwortung ist beachtlich. Das WFC umfasst derzeit rund 100.000 m² kommerzielle Fläche – Büros, Einzelhandel, Gastronomie und Event-Räume. Nach dem laufenden Neubauprogramm soll das Areal auf circa 180.000 m² anwachsen. Das ist keine Sanierung mehr – das ist eine stadtbildprägende Entwicklung.
Casper: Die Ambition ist enorm. Wir sprechen hier nicht von Instandsetzung, sondern von einer echten Neupositionierung des gesamten Areals. Ein Campus, der Wohnen, Arbeiten, Begegnen und Erleben verbindet. Die Westas als Ganzes entwickelt sich rasant, und das WFC ist Teil dieser Bewegung.
Für Unternehmen, die jetzt nach einer Kantoorlocatie Amsterdam mit Zukunftsperspektive suchen, ist dieser Zeitpunkt besonders günstig: Die Flächen sind vorhanden, die Infrastruktur wächst, und die Gemeinschaft entsteht gerade.
Warum Hospitality wichtiger ist als je zuvor
Im Gespräch kommt immer wieder ein Thema auf, das Casper Klap besonders am Herzen liegt: Hospitality. Nicht als nettes Extra, sondern als strategischer Kern einer erfolgreichen Vermietungsstrategie.
Casper: Gebäude müssen heute Erlebnisse bieten. Ein guter Empfang, erstklassige Gastronomie, Community-Events, Flexibilität in der Nutzung, Räume für Wohlbefinden – das sind keine Luxusgüter mehr. Das ist die Erwartungshaltung. Wenn ein Unternehmen seinen Mitarbeitenden sagt: „Kommt bitte wieder ins Büro", dann muss das Büro auch einen Grund liefern, warum das Sinn macht. Dafür braucht man mehr als eine Küche und ein paar Pflanzen.
- Community: Ein aktives Netzwerk der Gebäudebewohner schafft Synergien und echte Bindung.
- Dienstleistungen: Von der Concierge-Funktion bis zur technischen Betreuung – alles aus einer Hand.
- Gastronomie & Events: Orte der Begegnung, die das Arbeitsleben lebenswerter machen.
- Flexibilität: Mietflächen, die mit dem Unternehmen wachsen oder schrumpfen können.
- Nachhaltigkeit: Energieeffizienz und Zertifizierungen als Standard, nicht als Ausnahme.
„Menschen huren kein Büro – sie mieten eine Umgebung, in der ihre Mitarbeitenden morgens gerne ankommen."
– Casper Klap
Samenwerking WFC Amsterdam und RE-SEARCH
Das World Fashion Centre Amsterdam und RE-SEARCH gehen künftig gemeinsam an den Start. Die Idee dahinter ist einfach und wirkungsvoll: Unternehmer, die in Amsterdam nach der richtigen Bürofläche suchen, sollen nicht nur eine Fläche finden – sie sollen den Standort finden, der wirklich zu ihnen passt.
RE-SEARCH denkt dabei an mehr als Quadratmeter. Unternehmenskultur, Wachstumspläne, Erreichbarkeit für Mitarbeitende, Identität nach außen, Budgetrahmen – all das fließt in die Beratung ein. Wer sich fragt, wie man die richtige Gewerbefläche wählt, findet bei RE-SEARCH genau den strukturierten Ansatz, der dabei hilft.
Colin: Casper und ich teilen dieselbe Überzeugung: Es geht nicht darum, möglichst viele Quadratmeter zu vermieten. Es geht darum, die richtigen Unternehmen an den richtigen Ort zu bringen. Wenn das gelingt, entstehen langfristige Mieter, gesunde Gebäude und echte Gemeinschaften. Das ist es, was uns beide antreibt.
Persönliche Fragen – ein kurzer Blick hinter den Vorhang
Colin: Was macht ein Gebäude deiner Meinung nach wirklich erfolgreich?
Casper: Wenn die Leute im Aufzug miteinander reden. Ernsthaft. Wenn Fremde in einem Gebäude beginnen, sich zu kennen – dann lebt es.
Colin: Welchen Mieter würdest du morgen gerne willkommen heißen?
Casper: Ein internationales Scale-up mit einer klaren Mission, einem diversen Team und dem echten Willen, Teil einer Gemeinschaft zu werden. Nicht jemand, der nur Schreibtischfläche sucht.
Colin: Wie viele Tassen Kaffee trinkst du an einem durchschnittlichen Netzwerktag?
Casper: (lacht) Lass mich das lieber nicht zählen. Sagen wir: genug, um Amsterdam im Uhrzeigersinn zu umrunden.
Colin: Kennt dich eigentlich jeder – oder kennst du einfach jeden?
Casper: Ich glaube, beides. Aber ich bemühe mich darum, dass die Menschen sich erinnern, wie das Gespräch war – nicht nur, wer ich bin.
Colin: Wird die Westas Amsterdams neuer Hotspot für gewerbliches Immobilienwesen?
Casper: Sie ist es bereits. Die Welt schaut nur noch nicht schnell genug hin. Das wird sich ändern.
Abschluss: Relationen statt Transaktionen
Colin Westerneng kennt Casper Klap seit vielen Jahren als einen Profi, der in Beziehungen denkt statt in Abschlüssen. Einen, der nicht fragt „Wie groß ist der Deal?", sondern „Wie lange wird das gut gehen?" Genau das macht diese Zusammenarbeit zwischen RE-SEARCH und dem World Fashion Centre Amsterdam so folgerichtig.
Wer mehr über den Amsterdamer Gewerbeimmobilienmarkt erfahren möchte – ob als Mieter, Investor oder einfach Neugieriger –, findet bei RE-SEARCH einen fundierten Einstieg. Wer sich schon fragt, was die Zuidas für Unternehmen so attraktiv macht, versteht nach diesem Gespräch vielleicht auch, warum die Westas gerade im Begriff ist, dieselbe Frage aufzuwerfen. Und für alle, die wissen wollen, was Bürofläche pro m² in den Niederlanden kostet, lohnt sich ein Blick in die RE-SEARCH Wissensdatenbank – Zahlen, Kontext und Markteinschätzung inklusive.
Manche Menschen sammeln Visitenkarten. Casper Klap sammelt langfristige Beziehungen. Und Immobilien drehen sich zwar um Gebäude – aber erfolgreiche Gebäude drehen sich am Ende immer um Menschen. Wenn jemand das versteht, dann ist es Casper Klap.
