Jeder kennt inzwischen das Energielabel. Es hängt an der Hauswand oder ist im Exposé aufgelistet – ein klares Zeichen für die Energieeffizienz eines Gebäudes. Ein schneller Blick genügt, und der potenzielle Mieter oder Käufer weiß, mit welchen Betriebskosten zu rechnen ist und wie nachhaltig das Gebäude ist.
Doch während das Energielabel längst Standard ist, herrscht in einer anderen, nicht minder wichtigen Dimension völlige Intransparenz: der digitalen Infrastruktur.
Ein modernes Büro kann äußerlich perfekt aussehen, mit neuer Fassade, renovierten Räumen und modernem Design. Aber öffnet der Mieter die Patchkasse, findet er möglicherweise veraltete Kabelanlagen vor, unzureichende Glasfaseranbindung oder keine durchdachte WLAN-Abdeckung. Vielleicht stellt sich erst bei der Inbetriebnahme heraus, dass die Cybersecurity-Standards nicht dem aktuellen Markt entsprechen oder dass das Gebäude für Cloud-Anwendungen und modernes Hybrid Working völlig ungeeignet ist.
Das Problem ist real – und es betrifft Tausende
In einer Zeit, in der Unternehmen vollständig von digitalen Systemen abhängig sind, ist dieses Informationsvakuum nicht länger akzeptabel. Dennoch ist es die Norm: Wenn ein Unternehmer eine Bürofläche zur Miete in Amsterdam sucht oder sich in anderen Märkten umsieht, findet er auf praktisch jedem Immobilienportal, jedem Makler-Website und jeder Anzeige Informationen über:
- Quadratmeter
- Mietpreis
- Energielabel
- Parkplätze
- Aufzüge und Zugänglichkeit
- Vorhandene Vorzieningen
Aber über die digitale Qualität? Fehlanzeige. In den meisten Fällen ist diese Information gar nicht vorhanden oder wird erst während Verhandlungen in einzelnen Sätzen erwähnt, ohne strukturiert erfasst zu sein.
Wie die Frustration bei RE-SEARCH begann
Colin Westerneng und Miquel van Dongen von RE-SEARCH sind täglich im Gewerbeimmobilienmarkt unterwegs. Sie sprechen mit Unternehmern, Vermietern, Investoren und Maklern. Und immer wieder stoßen sie auf dasselbe Problem.
Nutzer auf ihrer Plattform fragen regelmäßig: "Wie ist die Internetanbindung? Gibt es Glasfaser? Welche Netzwerk-Infrastruktur ist vorhanden?" Doch diese Informationen sind meist nicht dokumentiert – und wenn doch, dann sind sie fragmentarisch, unvollständig oder in verschiedenen Formaten erfasst.
Ein Huurder erkennt oft erst nach der Unterzeichnung des Mietvertrags oder beim Umzug in die neuen Räumlichkeiten, welche digitalen Ressourcen – oder besser: welche Defizite – tatsächlich vorhanden sind. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch teuer werden: Nachträgliche Installationen von Netzwerkkabeln, WLAN-Access Points oder Cybersecurity-Systemen kosten erheblich mehr, als wenn sie von Anfang an korrekt geplant worden wären.
Die Frustration dahinter: In einem Markt, der sich als modern und datengetrieben versteht, fehlte eine grundlegende Transparenz über etwas, das für Geschäfte inzwischen so wichtig wie Strom und Wasser ist – die digitale Infrastruktur.
Warum hat dies noch nicht existiert?
Die Antwort liegt in der Geschichte der Immobilienbranche selbst. Jahrzehntelang konzentrierte sich die Vermarktung von Gewerbeimmobilien auf physische Eigenschaften: Standort, Größe, Zustand, Energieeffizienz. Die digitale Infrastruktur wurde häufig als spezifisches Anliegen einzelner Mieter betrachtet – etwas, das zwischen dem IT-Department und dem Gebäude-Manager geklärt werden könne.
Hinzu kommt: Es gab keine unabhängige Norm, keine gemeinsame Sprache, kein standardisiertes Bewertungsschema. Jeder Gebäudeeigentümer beschrieb seine digitale Ausstattung anders – wenn überhaupt. Und die Immobilienbranche hatte sich daran gewöhnt, dass digitale Qualität nicht Teil der kernalen Gebäudebeschreibung ist.
Allerdings ändert sich diese Wahrnehmung schnell. Gebäude ohne gute digitale Basis werden in Zukunft weniger attraktiv sein – das wirkt sich auf Vermietbarkeit, Mietpreise und letztlich auf die Liegenschaftswerte aus. Die Zeit der Ignoranz ist vorbei.
Das IT-Label: Ein neuer Standard für digitale Zukunftsfähigkeit
Das IT-Label, das RE-SEARCH entwickelt hat, verfolgt einen einfachen, aber kraftvollen Ansatz: Es macht die digitale Qualität eines Gebäudes genauso transparent und standardisiert wie das Energielabel.
Das Label bewertet und dokumentiert zentrale Aspekte der IT-Infrastruktur:
| Bereich | Warum entscheidend? |
|---|---|
| Internetanbindung | Absolute Voraussetzung für moderne Geschäftstätigkeit |
| Glasfaser | Notwendig für Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Zukunftsfähigkeit |
| Kabelinfrastruktur | Bestimmt die Qualität und Erweiterbarkeit des Netzwerks |
| WLAN-Infrastruktur | Essentiell für flexibles Arbeiten und Hybrid Work |
| Patchraum & Kabelwanne | Bildet die professionelle, technische Grundlage |
| Cybersecurity-Standards | Immer kritischer angesichts digitaler Risiken |
| Cloud- und VoIP-Readiness | Unterstützt moderne, skalierbare Unternehmensarchitekturen |
| Monitoring und Verwaltung | Gewährleistet Kontinuität und schnelle Problemlösung |
Das Modell funktioniert nicht als Geheimnis hinter verschlossenen Türen, sondern als offene Information – so wie das Energielabel auf der Gebäudefassade aushängt. Ein Unternehmer, das bei der Suche nach Bürofläche zur Miete in Rotterdam oder anderswo nach einem passenden Standort sucht, würde auf einen Blick sehen: Dieses Gebäude ist digital hochmodern – oder eben: Hier muss noch investiert werden.
IT-Qualität als Wettbewerbsfaktor für Immobilien
Was das IT-Label bewirkt, ist mehr als nur Information. Es erzeugt einen Wettbewerbsdruck – einen positiven. Vermieter und Gebäudeeigentümer werden sich überlegen, ob ihre Gewerbefläche zur Miete in Den Haag oder in anderen Städten digital wettbewerbsfähig ist. Investitionen in moderne Netzwerk-Infrastruktur, Glasfaseranschlüsse oder Sicherheitssysteme werden nicht länger als "nice to have" betrachtet, sondern als notwendige Investitionen in den Gebäudewert.
Für Mieter entsteht Klarheit: Sie wissen von Anfang an, ob ein Gebäude ihre digitalen Anforderungen erfüllt. Keine bösen Überraschungen mehr nach dem Mietvertrag. Keine kostspieligen Nachbesserungen.
Und für Investoren und Facility Manager entsteht ein neuer, objektiver Bewertungsmaßstab für Gebäudequalität. Digitale Infrastruktur ist nicht länger ein "nice to have" – sie ist ein fundamentaler Teil dessen, was ein modernes Gewerbegebäude ausmacht.
Warum RE-SEARCH hierfür der richtige Ort ist
RE-SEARCH hat sich von Anfang an dem Gedanken verschrieben, dass der Gewerbeimmobilienmarkt transparenter und datengetriebener werden muss. Das Unternehmen digitalisiert nicht nur den Suchprozess, sondern auch die Datengrundlagen selbst.
Das IT-Label passt perfekt in diese Vision: Es macht eine bisher unsichtbare Dimension von Gebäuden sichtbar und vergleichbar. Wenn Sie auf RE-SEARCH nach einer Gewerbefläche zur Miete in Rotterdam oder einer Bürofläche in einer anderen Stadt suchen, sollten Sie nicht nur die Quadratmeter und den Preis sehen – sondern auch, wie digital zukunftsfähig das Gebäude ist.
Diese Informationsasymmetrie abzubauen – das ist der Kern von RE-SEARCH. Und genau dort setzt das IT-Label an.
Was ändert sich durch das IT-Label konkret?
Für Mieter und Unternehmer: Sie können von Anfang an fundierte Entscheidungen treffen. Wenn Sie ein Tech-Startup sind und auf schnelle, zuverlässige Konnektivität angewiesen sind, können Sie gezielt nach Gebäuden mit hohem IT-Label-Score suchen. Wenn Sie in einem traditionelleren Sektor tätig sind, aber dennoch moderne Standards erwarten, haben Sie Klarheit.
Für Vermieter: Das IT-Label wird ein Verkaufs- und Vermietungsargument. Ein Gebäude mit exzellenter digitaler Infrastruktur kann dies dokumentieren, kommunizieren und als Differenzierungsmerkmal nutzen. Es führt auch zu weniger Verhandlungen über versteckte IT-Probleme.
Für Makler und Vermögensverwalter: Das IT-Label schafft eine gemeinsame Sprache. Statt vager Beschreibungen ("gute Internetanbindung") gibt es standardisierte Kriterien, die für alle verständlich sind.
Die Zukunft der Gewerbeimmobilien ist digital
Die Gebäude von morgen sind nicht nur nachhaltig und ästhetisch ansprechend gestaltet – sie sind auch digital robust. Ein Bürogebäude ohne solide IT-Infrastruktur ist wie ein Auto ohne Motor: Es sieht vielleicht gut aus, aber es funktioniert nicht.
Das IT-Label ist ein erster, wichtiger Schritt in Richtung einer neuen Norm. In wenigen Jahren wird die digitale Qualität eines Gebäudes so selbstverständlich Teil der Exposé sein wie das Energielabel oder die Anzahl der Parkplätze. Und genau das ist das Ziel.
Wer eine Bürofläche zur Miete in Hamburg, Amsterdam, Rotterdam oder anderswo sucht, sollte nicht nur Quadratmeter und Lage vergleichen. Die digitale Zukunftsfähigkeit des Gebäudes ist genauso wichtig – und das IT-Label macht diese Dimension endlich sichtbar.
RE-SEARCH glaubt daran, dass Transparenz im Gewerbeimmobilienmarkt alle besser macht. Das IT-Label ist ein Beweis dieser Überzeugung. Es ist ein Angebot, das Markt zu verstehen – nicht nur oberflächlich, sondern in den Dimensionen, die wirklich zählen.
