Didier Paardekooper ist Head of Sales bei ScaleHub Offices und seit Kurzem neues Mitglied im Wissenskollektiv von IT-Label – einem wachsenden Zusammenschluss von Fachleuten, die gemeinsam an mehr digitaler Transparenz im gewerblichen Immobilienmarkt arbeiten. In seiner täglichen Arbeit erlebt Didier aus erster Hand, welche Erwartungen Organisationen an ein modernes Turn-Key-Büro stellen – und wie weit die Realität davon manchmal noch entfernt ist. Denn eine zeitgemäße Arbeitsumgebung dreht sich längst nicht mehr nur um Ausstrahlung, Lage, Interieur oder eine gute Tasse Kaffee. Die digitale Infrastruktur entscheidet zunehmend darüber, ob ein Büro wirklich funktioniert. ScaleHub Offices investiert deshalb bewusst in digitale Ausstattung und Transparenz gegenüber Mietern. Ein Gespräch über Erwartungen, Kommunikation und die Zukunft flexibler Arbeitsplätze.
Didier, warum schließt du dich dem Wissenskollektiv von IT-Label an?
„IT ist für Nutzer längst eine Grundvoraussetzung geworden – vergleichbar mit Strom oder fließendem Wasser. Eine Organisation, die ein Büro bezieht, erwartet, dass alles sofort funktioniert, sobald sie den Schlüssel in der Hand hält. Nicht nur was Möbel und Einrichtung betrifft, sondern auch digital. Früher konnte man IT noch als ‚Extras' betrachten, als etwas, das man separat organisiert. Das gilt heute nicht mehr. IT ist ein essenzieller Bestandteil der Arbeitsumgebung selbst."
„Genau deshalb finde ich die Idee hinter IT-Label so relevant. Es geht darum, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln – zwischen Eigentümern, Betreibern und Nutzern. Ich möchte dazu beitragen, indem ich die Perspektive aus dem Business-Center-Alltag einbringe. Was erleben Nutzer tatsächlich? Welche Erwartungen haben sie? Und wie können wir als Branche besser kommunizieren?"
Was bedeutet „Turn-Key" eigentlich anno 2026?
„Das ist eine Frage, die ich mir selbst regelmäßig stelle. Klassisch bedeutet Turn-Key: Du kriegst den Schlüssel, du kannst anfangen. Einfach, klar. Aber stimmt das noch, wenn die digitale Infrastruktur des Gebäudes eine Black Box ist?"
Didier nennt konkrete Beispiele aus der Praxis:
- Ist die verfügbare Internetkapazität bekannt und dokumentiert?
- Ist das WLAN für die tatsächliche Anzahl an Nutzern ausgelegt?
- Ist die digitale Infrastruktur skalierbar, wenn ein Unternehmen wächst?
- Sind die Verantwortlichkeiten zwischen Vermieter und Mieter klar geregelt?
„Ein Büro kann perfekt eingerichtet sein – ergonomische Stühle, schnelle Kaffeemaschine, schöne Meetingräume. Aber wenn das WLAN zusammenbricht, sobald zwanzig Personen gleichzeitig eine Videokonferenz führen, ist es kein echtes Plug-&-Play-Büro. Dann fehlt die Grundlage. Wer ein Turn-Key-Büro anbietet, muss auch digital liefern können – und das messbar machen."
Welche Rolle spielt Transparenz gegenüber Mietern?
„Ein Nutzer denkt nicht mehr über IT als Luxus nach. Es ist wie Strom: Man erwartet einfach, dass es funktioniert. Der Unterschied liegt in der Qualität und in der Transparenz davor."
„Nutzer wollen vorab wissen, was sie bekommen. Nicht einfach ‚Es gibt Internet'. Sondern: Welche Qualität? Welche Geschwindigkeit? Welche Infrastruktur steckt dahinter? Und wer ist verantwortlich, wenn etwas nicht funktioniert?"
Transparenz schafft laut Didier Vertrauen – und Vertrauen ist der Grundstein jeder guten Mieterbeziehung. „Bei ScaleHub Offices haben wir gelernt, dass Nutzer, die vorab klare Antworten auf ihre digitalen Fragen bekommen, zufriedener sind und länger bleiben. Das ist kein Zufall. Wer keine Überraschungen erlebt, muss sich keine Sorgen machen."
Das gilt besonders für flexible Bürokonzepte, bei denen Nutzer oft kurzfristig einziehen und sofort produktiv sein müssen. Es bleibt keine Zeit für langwierige IT-Setups oder ungeklärte Zuständigkeiten.
Warum ist IT-Label relevant für Business Center?
„Business Center unterscheiden sich enorm – in Größe, Ausstattung, Preis und Qualität. Das ist an sich kein Problem. Aber es fehlt eine gemeinsame Sprache, um digitale Qualität vergleichbar zu machen. Genau das leistet IT-Label."
Didier betont, dass dabei kein einheitliches Niveau angestrebt wird: „Nicht jedes Gebäude muss dasselbe Niveau haben. Eine Organisation, die temporär Raum sucht, hat andere Anforderungen als ein Unternehmen, das sich für Jahre niederlässt. Es geht nicht um Perfektion – es geht um Klarheit. Was bekommst du? Was bekommst du nicht? Wenn das transparent kommuniziert wird, können Mieter eine fundierte Entscheidung treffen."
Für Vermieter und Betreiber ist das ebenfalls ein strategischer Vorteil. Ein IT-Label macht digitale Infrastruktur sichtbar – und damit vermarktbar. Wer nachweisen kann, dass sein Gebäude digital gut aufgestellt ist, hebt sich klar vom Wettbewerb ab.
Was möchtest du zum Wissenskollektiv von IT-Label beitragen?
„Ich möchte die Stimme der Business-Center-Praxis einbringen. Was erleben Nutzer wirklich? Welche Erwartungen bringen sie mit? Und wie können wir als Branche besser über digitale Voraussetzungen kommunizieren?"
Didier sieht IT-Label als Plattform, die nur dann wachsen kann, wenn Wissen aus verschiedenen Disziplinen zusammenkommt: „PropTech-Experten, Gebäudemanager, Vermieter, Betreiber – alle haben unterschiedliche Perspektiven. Nur wenn wir diese bündeln, entstehen Standards, die in der Praxis auch wirklich funktionieren. Ich freue mich darauf, diesen Prozess mitzugestalten."
Die Zukunft des Arbeitens ist auch eine digitale Frage
Die Zukunft des gewerblichen Immobilienmarkts dreht sich nicht nur darum, wo Menschen arbeiten – sondern darum, wie sie arbeiten können. Moderne Arbeitsumgebungen müssen digital funktionieren, bevor sie überhaupt als vollwertig gelten können. IT-Label arbeitet gemeinsam mit Fachleuten aus der Branche daran, digitale Qualität transparent und messbar zu machen – für Mieter, Vermieter und Betreiber gleichermaßen.
Möchten Sie mehr über IT-Label erfahren oder sich dem Wissenskollektiv anschließen? Alle Informationen finden Sie auf www.it-label.com.
Bauen Sie mit uns an der Zukunft des digitalen Immobilienmarkts.
