Finanzierungsvorbehalt
Ein Finanzierungsvorbehalt ist eine Bedingung in einem Kaufvertrag oder Mietvertrag, die es dem Käufer oder Mieter erlaubt, sich ohne Konventionalstrafe zurückzuziehen, falls er keine angemessene Kreditfinanzierung von einem Kreditinstitut erhält. Diese Schutzklausel verhindert, dass der Käufer vertraglich gebunden bleibt, wenn Banken die erforderliche Finanzierung ablehnen.
Der Vorbehalt regelt typischerweise:
- Einen akzeptablen Höchstzinssatz
- Eine Frist für Kreditantrag und Zusage
- Mindest- und Höchstdarlehensumme sowie Laufzeit
- Die Verpflichtung des Käufers, aktiv und in angemessener Form um Finanzierung nachzusuchen
Verkäufer und Käufer legen fest, unter welchen Bedingungen der Vorbehalt erfüllt gilt. Liegt bis zum Abschlusstermin keine schriftliche Finanzierungszusage vor, kann die Transaktion nicht abgeschlossen werden.