Gewerbliche Hypothek auf Eigennutzungsobjekt
Eine gewerbliche Hypothek auf Eigennutzungsobjekt ist eine Finanzierungskonstruktion, bei der ein Unternehmer oder Investor eine Wohnimmobilie erwirbt und finanziert, während das Eigentumsrecht juristisch bei einer Betriebsstruktur wie beispielsweise einer Kapitalgesellschaft liegt und nicht im persönlichen Namen des Inhabers.
Diese Struktur wird häufig aus Gründen der Steueroptimierung gewählt – Zinszahlungen können als Betriebsausgaben geltend gemacht werden – sowie zur Vermögenstrennung zwischen privater und beruflicher Sphäre oder zu Zwecken der Investitionsstrukturierung. Die Hypothek ist mit dem Betriebseigentum besichert, nicht mit persönlichem Vermögen.
Diese Konstruktion unterscheidet sich von einer herkömmlichen privaten Wohnungshypothek: Es gelten abweichende Bonitätskriterien für Kreditgeber, möglicherweise unterschiedliche Zinssätze und eigene Regelungen des Gewerbeimmobilienrechts.